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Ehrlichkeit - nein, danke!

Ehrlichkeit -  ein Begriff, der in unserer Gesellschaft eigentlich als Voraussetzung für Vieles gilt. Für  Beziehungen, Freundschaften, im Job... aber gerne nehmen wir es mal nicht so genau. damit. "Okay.. eigentlich gefällt mir das Outfit meiner Freundin jetzt gar nicht, aber wir müssen ja schnell los, deshalb sage ich einfach: Das sieht bombe aus!" Meine beste Freundin sagt ihrer Freundin ständig aus Zeitgründen ab, obwohl sie eigentlich nur keine Lust auf sie hat. Das Problem ist nur, dass meine Freundin sich dann meistens schlecht fühlt, weil sie ja eben gelogen hat. Die Wahrheit wäre ja auch zu gemein, oder? Einfach mal: "Hey sorry, aber heute habe ich gar keine Lust auf dich.. vielleicht ein anderes Mal." Ich glaube ja, dass die meisten auf diese Aussage sehr entsetzt reagieren würden, obwohl sie genau das auch schon mal gedacht haben.

Die Frage ist: Was ist schlimmer? Wenn ich mich schlimm fühle, weil ich gelogen habe, oder der andere, weil ich die Wahrheit gesagt habe? Klingt jetzt bestimmt voll egoistisch, aber warum sollten wir lügen und uns dann anschließend beschissen fühlen? Das sind zwei schlechte Sachen auf einmal, das ist komplett unnötig. Und das nur, damit alle Honig ums Maul geschmiert bekommen und gar nichts mehr an Kritik vertragen können? Es ist ja völlig normal, mal auf bestimmte Personen grad keinen Bock zu haben, genauso wie man mit seinem eigenen Outfit vielleicht gerade nicht den Geschmack der Freundin trifft. Vor allem: Wenn wir dieses Gedanken selbst kenne, warum finden wir es so schlimm, wenn sie jemand zu uns sagt?

Da kommts wieder zum Vorschein: Das alte Ego-Schwein ;-) Wir fragen andere um ihre Meinungen und sind dann beleidigt, wenn sie nicht wie gewünscht ausfallen? Klingt doch unlogisch, kennt aber jeder! Die erwünschte Meinung soll wohl hauptsächlich erst mal als Bestätigung dienen. Und wenn wir uns dann im Lob unserer Mitmenschen suhlen, dann können wir vielleicht auch ein Fünkchen Kritik vertragen...aber auch nur vielleicht!

Man müsste sich einfach mal klar machen, dass verschiedene Meinungen stinknormal sind, und man selbst vielleicht doch nicht so ein Held ist, wie man dachte, dann könnte man die Wahrheiten auch mal verkraften. Damit mein ich übrigens nicht, dass man zu jedem hinrennt und die eigene Meinung geigt. Ein bischen Anstand sollte schon sein - aber eben wahrheitsgemäß ;-)

 

Ich ende dann mal ganz philospophisch mit einem Zitat von Schopenhauer:

"Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es."


4.5.14 17:47
 
Letzte Einträge: Alte Liebschaften, Päckchen, Immer weiter..., Self esteem, Nymphi vs. Nonni


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